Blockchain-P2P-Energiehandel erweist sich im australischen Test als praktikabel und populär

Ein von der australischen Regierung unterstützter Versuch zum P2P-Solarhandel mit Hilfe von Blockketten ergab, dass die Technologie populär und technisch machbar ist.

Ein von der australischen Regierung unterstützter Versuch des Peer-to-Peer-Solarhandels mit der Blockkettentechnologie Bitcoin Era hat ergeben, dass die Technologie bei den Nutzern beliebt und technisch machbar ist.

Der Versuch, der zwischen Dez. 2018 und Jan. 2020 lief, war Teil des RENeW Nexus-Projekts, das das Potenzial von lokalisierten zweiseitigen Energiemärkten und Blockkettentechnologie zur Verbesserung des Energiesystems untersuchte.

Zu den Unterstützern des Projekts gehörten die Smart Cities-Initiative der australischen Regierung, mehrere australische Universitäten, Western Power und die australische Blockkettenfirma Power Ledger.

Die am 18. Juni veröffentlichten Ergebnisse deuteten darauf hin, dass der in der Studie verfolgte mehrgleisige Ansatz die lokale Energieautonomie um 30-68% steigern und kosteneffizientere Netzergebnisse liefern könnte als die bestehenden Systeme.

Die Plattform Bitcoin Era testen

Der Kontext für das Projekt

RENeW Nexus ist Teil der Forschungsarbeiten der westaustralischen Landesregierung, die sich mit der Frage befasst, wie man von einem zentralisierten, groß angelegten Energieerzeugungssystem weg und hin zu einem Hybridsystem mit verteilten erneuerbaren Energien und Batteriespeichern gelangen kann.

Die Nutzung der Solarenergie auf Dächern im Stromnetz der Region, dem South West Interconnected System, ist Berichten zufolge deutlich weiter fortgeschritten als andere Netzsysteme und wurde daher als vielversprechender Weg zur Erreichung der Dekarbonisierungsziele identifiziert.

Im Rahmen der Energieumwandlungsstrategie der Landesregierung wird untersucht, wie sich die wichtigsten Herausforderungen bewältigen lassen, die mit der Abkehr von den bestehenden Systemen verbunden sind, wie z.B. das Management der Netzstabilität und die Förderung der Nutzung verteilter Energieressourcen bei gleichzeitig niedrigen Kosten.

Der RENeW Nexus-Versuch umfasste zwei solare Peer-to-Peer-Handelsversuche in der Region und eine Analyse des Einsatzes virtueller Kraftwerke aus Batteriesystemen, die Strom in den Energiegroßhandelsmarkt einspeisen.

Die Rolle von Blockchain in der Energiestrategie

Im Rahmen des Projekts wird die Blockkettenplattform von Power Ledger – die den Energieverbrauch verfolgt und es den Nutzern ermöglicht, ihre überschüssige Solarenergie an andere Bewohner zu verkaufen – künftig mit einem Mikronetz kombiniert, das eine Gemeinschaftsbatterie mit 670 Kilowattstunden nutzt, um den Handel zwischen Haushalten zu unterstützen.

Während sich die Batterie noch im Bau befindet, wurden die blockkettenspezifischen Vorteile der Studie in diesem Stadium bewertet.

Es wurde festgestellt, dass sie die Unterstützung einer verbesserten Rechnungsprüfung, eines sicheren Handels und einer schnellen Abwicklung zwischen Energieverbrauchern und Einzelhändlern beinhalten. Intelligente Verträge bieten das Potenzial, Interaktionen zu automatisieren und die Effizienz und Flexibilität des Systems weiter zu steigern.

Wie berichtet, hat Power Ledger seine blockkettenfähige Handelsplattform für erneuerbare Energien und eine Reihe damit verbundener Tools durch zahlreiche Versuche und kommerzielle Implementierungen sowohl in Australien als auch im Ausland stetig weiterentwickelt.